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Geschrieben von Neeeele am 04.03.2026 um 17:04:

  Die stille Heldin - Hera Lind

Die stille Heldin von Hera Lind




gehört bei Audible: 11:04 Std., gesprochen von: Yara Blümel, erschienen am 27.10.25 bei Random House Audio

als Taschenbuch: 13.- €, gebraucht ab: 10,78 €, 448 Seiten, erschienen am 29.10.25 im Heyne Verlag

als Kindle Ausgabe: 12,99 €, 441 Seiten, erschienen am 29.10.25 im Heyne Verlag

außerdem als MP3-CD als Hörbuch erhältlich

Das Buch beginnt in Runau 1905, als Helene gezwungen wird den Großbauern Otto zu heiraten. Helene will das zwar nicht, da Otto ziemlich gewalttätig ist aber Helenes Eltern sind Pächter beim Großbauern und er würde ihnen das Leben zur Hölle machen wenn Helene den Antrag ablehnen würde.

So beginnt für Helene ein ziemliches Martyrium, denn sie hat kein Mitspracherecht auf dem Hof und ist nur dazu da um dem Großbauern Kinder zu gebären und auf dem Hof schwer mitzuarbeiten.

Als Otto im 1. Weltkrieg fällt hat Helene bereits 6 Kinder, die sie nun, neben der Arbeit auf dem Hof, allein großziehen muss. Zwar ist sie Otto nun los aber die Arbeit wird ja nicht weniger auf dem Hof. Sie muss nun alles allein bewältigen. Doch dann lernt sie ihre große Liebe, den Grenzsoldaten Ewald, kennen, heiratet ihn und bekommt mit ihm 6 weitere Kinder. Nun darf sie endlich ein wenig glücklich sein, doch schon bald erstarkt der Nationalsozialismus und stellt die Familie vor viele neue und große Herausforderungen.

Hera Lind erzählt also hier die Geschichte einer Mutter, die um ihre Kinder kämpft aber den Kampf nicht immer gewinnt.

Mir hat das Buch an sich sehr gut gefallen, doch es ist, wie immer bei Hera Lind, alles etwas sehr dramatisch, etwas langgezogen und unnötig ausgeschmückt. Es kommen sehr viele Charaktere im Buch vor und man hat Mühe sich mit all den Namen zurecht zu finden.
Außerdem hat das Thema Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg schon einen großen Platz in Hera Linds Geschichten und so langsam gleichen sich die Geschichten mehr und mehr. Es geht immer um scheinbar sehr starke Frauen, die meiner Meinung nach aber nicht unnatürlich stark sind. Ich denke jede Mutter würde so handeln und jede Frau hatte in dieser schweren Zeit der deutschen Geschichte ein ähnliches Schicksal. Das was eigendlich als besonderes Merkmal von Hera Linds Büchern gilt, wird so mehr und mehr abgenutzt. Ich denke ich werde nun eine zeitlang keine Bücher mehr von Hera Lind lesen. Einmal, zweimal und auch vielleicht dreimal sind das wirklich spannende und gute Bücher, zumal es sich oft auch um wahre Geschichten handelt, aber spätestens beim 4. Buch hat man das Gefühl schon alle zu kennen und wird der Geschichte nicht mehr gerecht.

Für Leute aber, die Hera Lind noch nicht kennen oder noch nicht so viele Bücher von ihr gelesen haben kann ich es durchaus empfehlen.

Von mir gibt es leider "nur" noch

3*|5*.


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